ÜBER UNS

B&K

Jens Bringmann (*1970) und Valentin Kopetzki (*1969) lernen sich in einer öden Disconacht im Jahr 1989 kennen. Mutig stemmen sie sich gegen die Langeweile indem sie Mutanten auf Papierservietten kritzeln und sich äußerst männlich betrinken. Noch im Morgengrauen fassen sie den Plan, die Weltherrschaft an sich zu reissen. Es wird ein bißchen länger dauern, als zunächst angenommen…

Nachdem sie nach dem Abitur beide an der Kasseler Kunst-Uni abgelehnt werden, gehen sie zunächst notgedrungen den klassischen Umweg als unbezahlte Hilfskräfte durch die örtlichen Werbeagenturen und machen nebenbei ihre Abschlüsse als staatlich geprüfte Kommunikationsfachwirte.

Aber das Leben als Anzeigenklempner für regionale Schuhläden erweist sich schnell als freudlose Sackgasse. Also gründen sie stattdessen 1994 – zunächst unter dem sperrigen Namen Aufschwung Ost – zusammen mit Freunden den bis heute überwiegend unvergessenen Techno-Club Stammheim in Kassel. Endlich können sie sich ungehemmt als Tanzbären und Illustratoren austoben. Schnell machen Sie sich mit ihren knallbunten Cartoon-Techno-Flyern immerhin einen Namen als Alleinherrscher der von ihnen begründeten Knallbunte-Cartoon-Techno-Flyer-Szene.

Als logische Folge werden Sie 1995 von Groove, dem führenden Magazin für elektronische Musik und Club-Kultur, aus dem kalten Nordhessen in das damals noch südhessische Magazin gebucht. Hier gebären sie nach anfänglichen Cartoon-Experimenten 1997 die Comicfigur Hotze, die ihr Schicksal werden soll. Ab Mitte der Nullerjahre werten Sie dann Raveline, das andere seinerzeit führende Magazin für elektronische Musik und Club-Kultur, mit ihrer brandneuen Cartoon-Serie Wild Life deutlich auf. 2012 wechseln sie dann aus guten Gründen mit den Cartoons zu Faze (ebenfalls führend).

Für ihr Artwork waren sie mehrfach erfolglos für den German Dance Award nominiert; ebenso mit ihrem Musik-Video zu dem Track Bang Bang, den die sonst knapp hundert Luftballons jagende Nena seinerzeit mit der Technokapelle Tok Tok eingespielt hat und der in einem ungeahnt asthmatischen Siegeszug ganze 3 Wochen lang die hinteren Plätzen der Charts stürmt.

Wenn sie gerade mal keine Comics für die Sache zeichnen, halten sie sich als hochbegabte, extrem zuverlässige aber chronisch unterbezahlte Leiharbeiter für Werbeagenturen und Großkonzerne über Wasser, denn sie sind mittelalt und brauchen das Geld.

Neulich ist wider erwarten mit Hotze – We Are Family ihr mittlerweile sechstes Buch in der Ehapa Comic Collection erschienen.

So gesehen… vielleicht wird es am Ende doch noch was mit der Weltherrschaft?

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